Tombola

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Tombola

Die Tombola hat einen festen Platz im Freizeitprogramm des Altenheims. Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich, wenn ihnen das Glück dabei hold ist. Und ärgern sich, wenn es ausbleibt. Die Wurzeln des Spiels finden sich der Legende nach im Neapel des 18. Jahrhunderts.

Im Jahr 1734 entbrannte dort angeblich ein Streit zwischen Karl III. und dem Dominikanermönch Gregorio Maria Rocco.

Der König wollte das damals illegale Lottospiel legalisieren, um zusätzliche Steuereinnahmen für den Staat zu erzielen. Der Mönch hingegen hielt Glücksspiel für unmoralisch und sprach sich entschieden dagegen aus.

Nach hitzigen Diskussionen fand man einen Kompromiss: Das offizielle Lotto wurde erlaubt – allerdings mit der Auflage, während der Weihnachtszeit zu pausieren, damit sich die Bürger auf das Gebet und religiöse Feierlichkeiten konzentrieren konnten.

Doch die Neapolitaner wollten auf ihr beliebtes Spiel nicht verzichten. Kurzerhand entwickelten sie eine private „Heimversion“: Zahlen wurden auf kleine Holzstücke geschrieben, in Körbe gelegt und zufällig gezogen. Damit war die Geburtsstunde der Tombola eingeläutet.

Wer weiß, ob sich das nun alles so zugetragen haben mag oder auch nicht. Eins steht fest: das Spiel erfreut sich im Altenheim auch heute noch großer Beliebtheit. Auch letzte Woche, als wieder gemeinsam gespielt wurde. Gewonnen hat dabei übrigens Petra Pedergnana, ganz knapp vor Gertrud Fischer.

 

Das Tombola-Spiel erfreut sich im Altenheim großer Beliebtheit.